Ablufttechnik

Das MonoOxygen-Verfahren

Zur Abluftbehandlung gemäß der VOC-Richtlinie 31. BImSchV

Abluftprobleme, Probleme mit Kohlenwasserstoffen, mit Gerüchen, mit Verkeimungen? Thermische Nachverbrennung oder Biofilter waren bisher die einzigen Verfahren, die Abhilfe schaffen konnten. Doch diese Verfahren sind für kleine Abluftströme mit geringer Cgesamt-Beladung zu aufwendig.

Das monoOxygen-Verfahren ist ein Sauerstoffionenverfahren, das alle Lösemittelarten, Gerüche direkt in der Luft ohne chemische Mittel, ohne Verbrennung oxidiert. Die Oxidation von Kohlenwasserstoffen ist universell bei allen gängigen Lösemitteln anwendbar.

Ihre Vorteile:

  • geringe Investitionskosten, je nach Lösemittelart, ca. 5-10 € pro 1 m³/h
  • geringe Betriebskosten (nur Strom ca. 1 W pro 1 m³/h)
  • sehr hohe Verfügbarkeit
  • einfache Handhabung und Wartung

Verfahrensbeschreibung

Umgebungsluft wird durch das MonoOxygen-Modul geführt und ionisiert. Diese ionisierte Luft wird dann der Abluft mittels Injektor im Verhältnis 25% Ionenluft zu 100% Abluft zugegeben. Nach einer gemeinsamen Reaktionszeit von min. 2,5 sec ist der Cgesamt-Anteil soweit abgesenkt, dass die 31. BImSchV sicher eingehalten werden kann.

Verfahrensausführung

Das MonoOxygen-Modul ist üblicherweise wegen des geringen Platzbedarfs und des relativ geringen Gewichtes eine wetterfeste Dachkonstruktion und kann in vielen Fällen am bestehenden Kanalsystem angepasst werden.

Wann funktioniert das System nicht?

  • Das Kanalsystem muss aus Metall (Aluminium- oder Stahlausführung) bestehen, da eine Kunststoffausführung elektrostatisch aufgeladen wird und somit keine Energie für die eigentliche Reaktion zur Verfügung steht.
  • Temperaturen kleiner minus 20 °C und größer als 250 °C
  • ein zu hoher Staubanteil, ideal wären 2 mg/m³, maximal aber 10 mg/m³
  • Cgesamt-Konzentrationen über 2.000 mg/m³

Einsatzgebiete

Automobilindustrie, und -zulieferer

Cgesamt-Minderung bei großen Abluftmengen (bis 100.000 m³/h), die mit Xylol, Toluol, Ethylbenzol, 2-Methoxy-1-Methylethylacetat, n-Butylacetat, Propylbenzol usw. schwach belastet sind. Abreicherung von ca. 180 mg/m³ auf < 50 mg/m³.

Elektroindustrie, Transformatorenbau

Cgesamt-Minderung bei mittelgroßen Abluftmengen (bis 20.000 m³/h), die mit Kresol sehr schwach belastet sind. Abreicherung von ca. 45 mg/m³ auf < 1 mg/m³

Holzverarbeitung

Geruchsminderung bei sehr großen Abluftmengen (über 1.000.000 m³/h), die mit α-Pinene, β-Pinene, 2-Caren, 3-Caren, α-Terpenen usw. mäßig belastet sind.

Abreicherung von ca. 250 mg/m³ auf < 120 mg/m³

Großküchen

Geruchsminderung; „geruchsfreie“ Küche

Toiletten

Geruchsminderung; „geruchsfreie“ Konferenzräume